Harmonix „Million“ Tuning Devices RF-999M, TU-666M, RS-1502M – Die Kunst der Feinabstimmung

Messdatenfetischisten und andere Anfänger müssen jetzt ganz tapfer sein.

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Das Schöne an HiFi? Es ist ein Hobby. Niemand „braucht“ eine HiFi-Anlage wirklich, High Fidelity ist unser alltäglicher, mindestens aber feiertäglicher Luxus.
Das doppelt Schöne an Zubehör für HiFi ist, dass man es gleich zweifach „nicht braucht“. Eine HiFi-Anlage funktioniert auch ohne Zubehör: Quelle, Verstärkung, Schallwandler, Kabel, schon läuft die Musik. Ein HiFi-System, das ohne jeden Schnickschnack, aber mit ein bisschen Glück und Geschick zusammen- und aufgestellt wird, gibt Musik auf erstaunlich hohem Niveau wieder.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Doch irgendwann kommt der Tag der Wahrheit. Denn das richtige Zubehör (notorische Nörgler und sogenannte Realisten rümpfen jetzt die Nase) kann ein und dieselbe HiFi-Anlage auf ein deutlich höheres, zuvor nicht vorstellbares Niveau hieven. Die Betonung hierbei liegt auf „richtig“ und „kann“: Ein und dieselbe Anlage kann mit dem richtigen Zubehör besser klingen, muss aber nicht. Und zuvor müssen natürlich alle elementaren Knackpunkte in puncto Aufstellung, Raumakustik und Stromversorgung zufriedenstellend gelöst werden. Wer versucht, miese Raumakustik oder dramatische Missstände in der Grundabstimmung mit „Zubehör“ auszugleichen, betreibt teure Flickschusterei und ignoriert physikalische Faustregeln. Herbe Enttäuschungen und große Löcher in der Geldbörse sind vorprogrammiert. Merke: Erst die Basics, dann die Tweaks.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Als ob der Klavierstimmer am Werk war: Die klangliche Wirkung der Tuning-Devices von Harmonix für die gehobene HiFi-Anlage ist vergleichbar, hält aber dauerhaft an. Zudem lassen sich die mit jeweils mehreren hundert Kilo belastbaren Teile auch bei der nächsten Komponente einsetzen.

 

Von den vielen Zubehör-Anbietern der HiFi-Szene haben es nur sehr wenige geschafft, sich in meinem highfidelen Gedächtnis positiv und nachhaltig zu verankern. Die meisten scheitern entweder an großspurigen Versprechungen, deren hörbare Beweise ausbleiben, oder bereits an der unvorteilhaften Präsentation ihrer angeblich einzigartigen und ach so wertvollen Produkte. Dann höre ich vom Entwickler, eine ordentliche Verpackung sei doch „überhaupt nicht wichtig für den Klang“, hätte „nichts mit dem Produkt zu tun“ oder – mein Lieblingsspruch – „macht das Ganze nur unnötig teuer“. Aha, verstehe: Da kommt also ein sündteures Klangobjekt „from outa space“ in einer verbeulten Pizzaschachtel, die in eine blaue Mülltüte eingewickelt ist, zum Interessenten, und der freut sich dann, weil er „nicht unnötig für die Verpackung“ zahlt? – Unfug! Ein unwürdiges Drumherum zeigt nur, dass schlicht nicht bis zu Ende gedacht wurde. Und senkt nebenbei die Erwartungen an das Objekt der schwindenden Begierde.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Mit vollem Namen heißt diese Tuningmaßnahme „Harmonix TU- 666 M ,Million’ Maestro Tuning Feet – Special Edition“. Freunde nennen sie einfach „666“ und freuen sich mehr über hörbare Klangverbesserungen bei der Anwendung.

 

Wie man das große, spannende und mitunter kostspielige Thema Zubehör professionell und überzeugend präsentiert, zeigen die Spezialisten von Harmonix: mit stimmigen und bis ins Detail durchdachten Auftritten auf HiFi-Messen, Workshops und Shows. Zugegeben, der Eintritt in den exklusiven Harmonix-Club ist nicht eben „billig“, gleichwohl gehören die Produkte der japanischen Spezialfirma zu den ganz wenigen, die ich gerne empfehle. Dabei kann Kazuo Kiuchi nicht einmal handfeste Aussagen zu Technik und Funktion machen. Wie fast alle in der Zubehörszene will sich der Harmonix-Chef nicht in die Karten schauen lassen – Geschäftsgeheimnis … Ich wiederum kann nur auf meine persönlichen Erfahrungen verweisen. Die ich allerdings mit der „Million“-Serie von Harmonix, den Objekten dieses Berichts, schon bei diversen Gelegenheiten sammeln konnte. Was übrigens die Anführungszeichen bei „Million“ wirklich suggerieren sollen, ist mir noch immer schleierhaft. Lassen Sie sich davon bitte nicht irritieren; im audiophilen Kontext zählt letztlich die klangliche Performance. Und da relativieren sich die Preise für die japanischen Juwelen recht schnell, wie wir gleich sehen werden.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Das Modell „Tuning Master RS-1502M Million Maestro“ erfüllt prinzipiell den gleichen Zweck wie die 666er, soll aber insbesondere bei Röhrengeräten, CD-Laufwerken und „Bändchen“-Lautsprechern eingesetzt werden, um seine volle magische Wirkung zu entfalten. Zum perfekten Ausgleich an eventuell nicht planebene Stellflächen sind sowohl „666“ als auch „1502“ in der Höhe um etwa drei Millimeter verstellbar.

 

Zum Einstieg ins Thema sitze ich im FIDELITY-Hörraum vor einer ziemlich schweren Kiste und freue mich wie ein kleines Kind. Ich darf jetzt auspacken. Der großen Kiste entnehme ich viele kleinere Päckchen, darin noch mehr kleine Kartons, in denen die offensichtlich kostbaren „Tuning Devices“ einzeln verpackt ruhen. Nach einer geschlagenen Dreiviertelstunde „unboxing of Harmonix devices“ bin ich umgeben von hauchzarten Papierchen, sanften Stoffhüllen und samtenen Schatullen sowie einem halben Dutzend feiner Japanlack-Schachteln. Das sorgfältig aufgereihte Millionärs-Treffen umfasst 16 halbkugelige RS-1502M und acht etwas größere Scheiben vom Typ TU-666M, die als Gerätebasen dienen werden, sowie acht prachtvolle „Unterstellkegel“ (Tuning Spike Base) namens RF-999M. Sofortiges Ausprobieren ist angesagt.

Im Gegensatz zu meinen üblichen Gepflogenheiten beginne ich in der Hierarchie einer Stereoanlage ganz „hinten“, bei den Lautsprechern – genauer: bei deren Füßen bzw. Spikes. Praktischerweise hat sich gerade Kollege Hans von Draminski mit einem Stapel frischer Scheiben angekündigt, um das bestens eingespielte und auch ihm wohlbekannte Setup erneut klanglich auf die Probe zu stellen. Kaum habe ich den Tisch von seiner temporären Juwelierauslage befreit, geht’s auch schon los bzw. weiter mit der Musik.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Harmonix hat stets wertvolle Tipps zum weiteren Ausbau der Tuning-Maßnahmen parat. Vier übereinander gestapelte Spike-Basen gehören allerdings nicht dazu – man wende sie einzeln an.

 

Gern hätte ich das Gesicht des Kollegen fotografiert, der mit mir zusammen nun die erste Tuningmaßnahme live erlebt. Doch auch ich sitze wie gebannt vor der Anlage im Hörraum. Wir staunen die berühmten Bauklötze. Und das „nur“, weil sich jetzt ein Oktett RF-999M unter den Spikes der Wilson Audio Yvette befindet. Als der erste Titel sanft verklungen ist, sich unsere Unterkiefer wieder in Normalposition befinden und die Sprachzentren reaktiviert sind, fallen wir uns gegenseitig ins Wort. „Was, bitte, ist denn hier los? Irrwitz! Kaum zu glauben! Boah!“ und derlei nüchterne Testerprosa mehr …

Ja, was ist denn da passiert? Nun, es ist einfach (und schon wieder) genau das eingetreten, was ich mit den Produkten von Harmonix seit langem verbinde: eine hörbare Klangverbesserung, die nichts verschlechtert oder verschleiert, die vielmehr musikalisch relevante Aspekte einer Aufnahme verdeutlicht und den Zuhörern näherbringt – (noch) mehr Musik, (noch) weniger Technik. Diesmal allerdings auf unerwartet hohem Niveau.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M

Der große klangliche Sprung nach vorn, den die Anlage im Hörraum durch die simple Anwendung der Tuning Spike Bases von Harmonix erfahren hat, mag zuallererst durch die fantastisch durchhörbare, allumfassend präzise Yvette transportiert worden sein, die nun „musikalischer“ an den Fußboden ankoppelt, um es plakativ auszudrücken. Preislich jedenfalls ist der Einsatz der RF-999M hier absolut gerechtfertigt; eine derartige Verbesserung gibt es nie zum Nulltarif. Angefixt durch diesen hörbar großen Schritt, der sich mit einem halben Dutzend weiterer Titel manifestiert, wagen wir weiteres Tuning mit TU-666M und RS-1502M. Wir statten damit abwechselnd grandiose SACD-Player (von Accuphase, Marantz, Esoteric), exzellente Plattenspieler (Clearaudio Innovation, SRA Seismograph, TechDAS AirForce III) und kostbare Verstärker (von Audia Flight, Hegel, Einstein, Marantz, Audiospecials) aus. Und wir sind uns einig: Mit Harmonix klingt es immer besser als ohne! Einzig der Audio Note TT-2 gewinnt erst, als die Harmonix TU-666M nicht direkt unter dem Plattenspieler, sondern jeweils unter den Beinen der ausprobierten Tische (Ikea Axamo weiß, Solidsteel, DIY) positioniert werden. Offenbar ist der Audio Note von Haus aus bis ins kleinste Detail perfekt in sich abgestimmt; eine bemerkenswerte Ausnahme von der Regel.

Die klanglichen Verbesserungen durch die Harmonix-Elemente – vor allem, was die Homogenität des Klangbilds, das Zusammenspiel der Musiker, räumliche „Entschlüsselung“ und Darstellung des Geschehens angeht – sind absolut eindeutig, oft sehr deutlich hörbar, manchmal nur als subtile Verbesserung. Aber immer sind wir uns einig. Was keineswegs selbstverständlich ist, denn Herr von Draminski und Herr Brockmann neigen in gewissen Dingen (z. B. Musikgeschmack und -empfinden, Abhörpegel und Toleranzschwellen) sehr wohl zu unterschiedlichen Meinungen. Nach all den Versuchen im Hörraum muss ich fairerweise sagen, dass der allererste Schritt der größte geblieben ist. Der sich erstaunlicherweise wiederholen lässt, als wir die preisgünstigen KEF R900 mit den RF-999M ausstatten. Wieder ist die Verbesserung verblüffend, es stellt sich nun aber zwingend die Frage, wie viel Sinn es ergibt, allein für die Spike-Basen ein paar hundert Euro mehr als für die eigentlichen Lautsprecher auszugeben.

Die klangliche Wirkung der „Million“-Elemente empfinde ich – Preisfragen hin oder her – in etwa so, als wenn bei uns zu Hause der Klavierstimmer am Werk war. Das große Klavier im Wohnzimmer hat auch schon vorher wirklich gut geklungen, doch nun greifen Herzensdame und Junior noch lieber und auch inspirierter in die Tasten, loben den nun von unten nach oben harmonisch in sich geordneten und dadurch als raumfüllender empfundenen Klang des fachmännisch umsorgten Instruments. Das kann ich auch als Nichtklavierspieler mühelos nachvollziehen und gutheißen.
Diese Analogie möchte ich auf praktisch alle beteiligten HiFi-Komponenten in allen drei Hörräumen (Redaktion, Wohnzimmer, Hörstudio im Keller) übertragen. Mit dem Unterschied, dass sich die Feinabstimmung, die sich beim Klavier in weniger als einem Jahr wieder verflüchtigt haben wird, mit den Harmonix-Elementen dauerhaft und uneingeschränkt positiv auf die HiFi-Komponenten auswirkt.

Ja, auch so gesehen bin ich natürlich gern dauerhaftes Mitglied im exklusiven „Million“-Club. Wenn Ihnen der Mitgliedsbeitrag zu hoch erscheint oder die auszustattende HiFi-Anlage preislich nicht recht zum Zubehör passen will, bietet das Harmonix-Portfolio ja auch deutlich preisgünstigere Eintrittskarten.

So oder so: Unbedingt ausprobieren!

 

Kommentar von Cai Brockmann

Worum geht es bei Harmonix?

Natürlich geht es um Schwingungen. Darum geht es ja immer – in der Musik, in der High Fidelity, im wahren Leben. Man sollte allerdings schon unterscheiden können, ob es sich dabei jeweils um „gute“ oder „schlechte“ Schwingungen handelt.

Als HiFi-Fan steht man damit vor einem Dilemma. Denn was sind „gute Schwingungen“ bei einem HiFi-Gerät? Elektromesstechnisch gesehen gehören alle Abweichungen zum ursprünglichen Eingangssignal in die Kategorie „schlechte“ Schwingungen, es handelt sich streng genommen um Verzerrungen. Allerdings werden in der highfidelen Praxis – vom Tonstudio über die Medien bis zur HiFi-Anlage zu Hause – selbst stattliche Portionen an geradzahligem Klirr, insbesondere die „erste Oberwelle einer Grundschwingung“ (K2), fast immer als angenehm empfunden. Klangprofis am Tonstudio-Mischpult arbeiten – vor allem bei Pop, Rock und Electronica – sehr häufig mit der gezielten Zugabe von K2 zum Ausgangssignal. Ein probates Mittel, um den Klang einer Produktion „angenehm abzurunden“ oder auch Stimmen und Instrumente im Mix besser herauszustellen. Und auch die allermeisten HiFiisten halten das für „gute Schwingungen“, ohne dass ihnen dieses Extra je bewusst würde.

Doch was ist mit der mechanischen Optimierung einer Komponente, ihrer Aufstellung? Gibt es hier eine Differenzierung zwischen Gut und Böse? Betrachtet man die unterschiedlichen Philosophien (An- oder Entkopplung einer Komponente an die Stellfläche? Ab- oder Umleitung unerwünschter Schwingungen?), drängt sich dieser Eindruck geradezu auf, er lässt sich aber nicht auf eine Methode eindampfen. Immerhin ist das vorgebliche Ziel in allen Fällen das Gleiche: besserer Klang durch „richtige“ Aufstellung. Und jeder, der sich jemals intensiv mit mechanischer Optimierung beschäftigt hat, wird zugeben, dass die Mechanik bei Unterhaltungselektronik einen deutlich größeren Einfluss auf das Klangergebnis hat, als sich der staunende Laie jemals hat vorstellen können.

Zu den renommiertesten Spezialisten, die sich der mechanischen Optimierung durch eine gezielte Ankopplung verschrieben haben, gehört die Combak Corporation. Unter dem Markennamen Harmonix bieten die Japaner Produkte mit speziellen, aber nicht näher spezifizierten Materialkompositionen an, die eine harmonische(re) Resonanzentwicklung sicherstellen und sich hörbar positiv auf die Performance des damit unterstützten Geräts auswirken sollen. Es geht dabei keineswegs um die sonst übliche Eliminierung oder Ableitung unerwünschter Resonanzen, sondern um deren „Harmonisierung“. Der Name ist also Programm. Messtechnisch unterfütterte Erklärungen bleibt Harmonix allerdings schuldig. Ideale Steilvorlagen für ewige Besserwisser und Nichtversteher – und gut für ein geliebtes Hobby, bei dem das persönliche Empfinden noch eine große Rolle spielt.

 

Kommentar Hans von Draminski

Harmonix – ein paar Gedanken

Man muss zwischen Voodoo und sinnvollen Tuning-Maßnahmen fein unterscheiden. Die mit Brandstempel versehene Holzschachtel, in der eine Phönixfeder neben einem original von Mick Jagger angerauchten Zigarettenstummel liegt, hat erfahrungsgemäß eher psychoakustische Auswirkungen, die messbaren Unterschiede in der Geräteperformance halten sich dagegen in engen Grenzen. Etwas anderes ist es, wenn das Zubehör in klangrelevante Parameter eingreift, beispielsweise die Ankoppelung der Komponenten an die Standfläche. Was ein gutes Rack, stabil in den Boden gerammte Lautsprecher-Spikes oder eine Unterstell-Plattform ausmachen können, habe ich in meinem HiFi-Leben ungezählte Male erleben dürfen, ausprobiert und entweder für gut befunden oder verworfen.

Deshalb war ich auch gespannt, was die mechanisch überaus soliden und zudem recht ansprechend gestalteten Harmonix-„Standfüße“ mit einer sowieso schon guten Anlage anzustellen vermögen. Als Testobjekt diente unter anderem die 10er-Kombi aus SACD-Player und Vollverstärker von Marantz mit der KEF R900 als adäquatem Schallwandler: zwei fulminant gut aufspielende Klangmaschinen und ein amtliches Paar Lautsprecher, bei denen sich das Verbesserungspotenzial an sich in Grenzen halten sollte. Dachte ich.

Eine Schritt-für-Schritt-Modifizierung der Kette erinnerte an den manuellen Scharfstell-Vorgang bei einer Großformat-Kamera: Ein bereits vergleichsweise gut in die Schärfe gedrehtes Bild gewinnt immer mehr an Kontur, bekommt immer mehr Details, ohne seine Homogenität, seine Strahlkraft, seine Stimmigkeit und seine Farben zu verlieren. Thronten die großen KEFs erst auf den Harmonix RF-999M, gefielen sie (wie zu erwarten war) mit präziserem Bass – aber auch mit gesteigerter Räumlichkeit, genauerer Ortbarkeit einzelner Schallereignisse und einer insgesamt müheloseren Umsetzung der via SACD gelieferten „Software“. Ein Phänomen, das sich steigern ließ. Mit jeder weiteren Geräte-Entkoppelung via Harmonix gewannen Durchhörbarkeit und Frische – und es wurde sogar der virtuelle Raum spürbar größer. Davon profitierte nicht nur großorchestrale Klassik wie Bertrand de Billys überaus authentisch in den DSD-Strom gebannte „Eroica“ (Beethovens „Dritte“), sondern auch Miles Davis’ bis heute als SACD auch klangliche Maßstäbe setzendes Jazzalbum Kind of Blue oder der ohrwurmige Schmuse-Elektropop der britischen Formation London Grammar, auf deren bis dato zwei Longplayern sich Tiefstbässe finden, die so gut wie jede Anlage auf die Kante treiben.

Von Paul Simons Weltmusik-Großtat Graceland gibt es seit einigen Jahren eine Remaster-Version, auf der sich ein paar äußerst reizvolle Demofassungen bekannter Songs wiederfinden. Bei „Diamonds On The Soles Of Her Shoes“ gibt es ein Slapbass-Intro, mit dem ich schon einmal einen Tieftöner ins Jenseits geschickt habe. Nach abgeschlossenem Harmonix-Tuning kommt die betreffende Passage so staubtrocken und druckvoll, wie ich sie noch nie gehört habe. Ein Aha-Effekt, der allein schon die nicht ganz unbeträchtliche Investition in ein paar Schachteln voller Harmonix-Preziosen wert ist. Auch bei mir werden in absehbarer Zukunft ein paar der feinen Teile einziehen, mit denen man nach meiner bisherigen Erfahrung nichts falsch machen kann, die aber immer einen deutlichen klanglichen Fortschritt bringen.

Harmonix Million Tuning-Devices, RF-999M, TU-666M, RS-1502M Navigator

 

Tuning Devices

Spike-Basen

Harmonix RF-999M Million
Durchmesser/Höhe: 77/25 mm
Gewicht: 231 g
Belastbarkeit: > 100 kg
Setpreis (2 Stck.): 1100 €

Geräte-Basen

Harmonix TU-666M Million
Durchmesser/Höhe: 50/33 (max. 36) mm
Gewicht: 377 g
Belastbarkeit: > 100 kg
Setpreis (4 Stck.): 1400 €

Geräte-Basen

Harmonix RS-1502M Million
Durchmesser/Höhe: 45/33 (max. 36) mm
Gewicht: 166 g
Belastbarkeit: > 100 kg
Setpreis (4 Stk.): 1100 €

 

www.daluso.de

 

Mitspieler

Plattenspieler: Audio Note TT-2, Clearaudio Innovation, SRA Seismograph, TechDAS Air Force III
Tonarme: Audio Note Tonearm 2, Clearaudio TT-2 und Universal, Einstein The Tonearm
Tonabnehmer: Audio Note IQ-3, Clearaudio DaVinci, Einstein The Pick-up, Etsuro Urushi
Phonoentzerrer: Audiospecials Phonolab, Clearaudio Absolute Phono, Einstein The Phonostage
Digitalplayer: Accuphase DP-560, Esoteric P-05X, Marantz SA-10
Vorverstärker: Audia Flight FLS1, Mark Levinson No. 38s
Endverstärker: Audia Flight FLS4, Mark Levinson No. 27
Vollverstärker: Hegel H360, Marantz PM-10
Lautsprecher: Infinity Kappa 7.2 S2, KEF LS50, R900 und Reference 3, Live Act Audio LAS 312, MartinLogan Expression ESL13A, Phonar Veritas P10, Stenheim Alumine Two, Wilson Audio Yvette

 

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