FIDELITY Feedback: Richard Havers: Verve – The Sound of America

Wichtige Jazzlabels? Da gab es nicht nur Blue Note. Die von Norman Granz 1955 gegründete Firma Verve galt einst als „das coolste Label“ (Havers) überhaupt – und wurde eines der erfolgreichsten im Jazz. Angefangen hatte Granz als Konzertveranstalter, Tournee-Agent, Musiker-Manager.

Verve - The Sound Of America

Richard Havers: Verve – The Sound of America
Sieveking Verlag, 2014

Seinen ersten Geniestreich landete er, als er 1944 den Jazz auf die klassische Konzertbühne brachte – erst in L. A., dann überall in den USA, dann auf der ganzen Welt. „Jazz at the Philharmonic“ (JATP) wurde sein geschäftliches Fundament, nebenbei verwertete er die JATP-Aufnahmen auf Schallplatten.

Als er 1955 endlich auch seine Konzert-Künstlerin Ella Fitzgerald für Studioaufnahmen bekam, gründete er zur Feier das neue Label Verve und machte Ella zum Weltstar. In den vier Jahren, die er Verve leitete, hatte Granz die Größten des boomenden Mainstream-Jazz unter Vertrag: neben Ella auch Count Basie, Duke Ellington, Stan Getz, Coleman Hawkins, Billie Holiday, Oscar Peterson, Sarah Vaughan, Ben Webster … Aber damit fing die Sache eigentlich erst an. Am besten, man lässt sich die Geschichte von Verve von diesem Buch erzählen. 400 Seiten Farbdruck, opulente Ausstattung, unzählige Musikerfotos, Cover- und Plakatabbildungen, dazu Grafiken, Biografien, Anekdoten und reiche Darstellungen zur Geschichte des Jazz und des Labels. Die Story von Verve endet hier (vorerst) mit Diana Krall und mit dem Gefühl, man höre einen Song „zum ersten Mal“, wenn sie ihn singt. (In ebenso glanzvoller Ausstattung erschien – natürlich –: Blue Note.)

 

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in FIDELITY Nr. 18 (2/2015)

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