FIDELITY Feedback: Various Artists – Prog Rocks! Volume Four

Prog – das ist ein Rocksong, der aus mehr besteht als Strophe, Refrain und Gitarrensolo. Aber dieses „mehr“ kann vieles sein. Ein durchkomponiertes Zwischenspiel. Ein Anflug klassischer Musik. Eine Jazz-Einlage. Eine Spritztour der Hammondorgel. Ein Bruch in Tempo und Rhythmus oder viele Brüche. Ein Flötensolo. Eine Streichquartett-Episode. Ein A-cappella-Chor. Oder auch alles zusammen.

Various Artists – Prog Rocks! Volume Four

Various Artists – Prog Rocks! Volume Four
Universal, 2013

Die Blütezeit des ProgRock oder Artrock liegt inzwischen 40 Jahre zurück. Man verbindet mit ihr Bands wie King Crimson, Emerson Lake & Palmer, Yes, Genesis, Jethro Tull, Gentle Giant, Pink Floyd – doch keine dieser Bands findet sich auf dieser 2-CD-Compilation. Mit der neueren Welle des ProgRock verbindet man Namen wie Steven Wilson, Dream Theater, Spock’s Beard, The Mars Volta, Neal Morse, Opeth, Fates Warning, The Tangent, Porcupine Tree – doch auch von diesen ist hier keiner dabei. Jerry Ewing, der Compiler, bewährter Herausgeber des britischen Prog Magazine, verzichtet bei Volume Four von Prog Rocks! mehr denn je auf das zu Erwartende und Selbstverständliche. Er gönnt uns Entdeckungen: Prog-Bands von früher, Prog-Bands von heute, die vielleicht nicht jeder kennt. Die man vielleicht vergessen, verpasst oder lange nicht mehr gehört hat – wie Nucleus, Atlantis, Bigelf. Deshalb ist diese Compilation mehr als nur ein kurzweiliger Rundflug durch die Prog-Welt. Sie öffnet Türen, sie macht neugierig, sie lädt ein weiterzuforschen. Folgekosten sollte man einkalkulieren.

 

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in FIDELITY Nr. 18 (2/2015)

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