Rockidelity: Opeth – Pale Communion

Wo hat dieser Steven Wilson eigentlich nicht seine Finger drin? Neben den Alben unter eigenem Namen mischt er auch bei Porcupine Tree, Anathema oder OSI mit und remastert die ProgRock-Klassiker von ELP bis King Crimson. Auch bei der schwedischen Band Opeth taucht sein Name immer wieder auf – mal als Produzent, Ingenieur oder Texter, mal als Gitarrist, Keyboarder oder Background-Sänger. Wilson dürfte daher nicht ganz unschuldig daran sein, dass sich die Band des heute 40-jährigen Mikael Åkerfeldt mehr und mehr aus dem düsteren Death-Metal-Sektor heraus bewegt hat – und hinein in die melodischen, blühenden Gefilde des klassischen ProgRock.

Opeth – Pale Communion

Opeth – Pale Communion
Roadrunner Records, 2014

Pale Communion – im 25. Jahr ihres Bestehens – ist Opeths elftes Studioalbum und möglicherweise ihr erfolgreichstes. Gleich das erste Stück – „Eternal Rains Will Come“ – dürfte jedenfalls alle Retro-Prog-Fans glücklich machen: reiche Keyboard-Farben, wechselnde Gitarren-Sounds, hypnotisierende Gesangsmelodien, zahlreiche Instrumental-Motive, rhythmische Kehrtwendungen, stilistische Umbrüche und sogar ein Touch Orient. Und auf diese Art geht es weiter: mit viel Binnenstruktur und viel Atmosphäre, aber ohne ausufernde Soli und ohne Metal-Elemente. Ein definitives Highlight ist auch das einzige Instrumentalstück, „Goblin“ – ein buntes, kurzweiliges Prog-Abenteuer zwischen Jazzrock und King Crimson. Steven Wilson war diesmal übrigens „nur“ für den Mix und den Background-Gesang zuständig. Kurz vor Weihnachten 2014 geht die 25th Anniversary Tour der Band zu Ende.

 

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in FIDELITY Nr. 17 (1/2015)

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
Abonnieren Sie den Newsletter und erhalten Sie Informationen rund um das FIDELITY Magazin, exklusive Spezialangebote, Gewinnspiele, neue Features sowie Angebote unserer Partner.