Messenachlese 13/20: Einstein Audio Components

Seit 30 Jahren relativ überragend – Einstein Audio

Geniales ist man ja eher von Albert Einstein gewohnt, aber auch die Bochumer Manufaktur Einstein Audio stellt mit ihren Erkenntnissen regelmäßig die gesamte HiFi-Welt auf den Kopf – und zwar seit 30 Jahren. Zur Feier dieses Jubiläums hatte Volker Bohlmeier in vorausschauender Absicht bereits vor dreißig Jahren ein paar Flaschen besten Bordeaux eingelagert, die nun auf der High End entkorkt wurden. Halten Sie sich jetzt bitte fest: Das war noch nicht mal das Beste, was Anette Heiss und Volker Bohlmeier auf der diesjährigen Messe präsentierten!

High End München 2018 Einstein

Seit ungefähr der Jahrtausendwende (gefühlt sogar noch länger) raunen sich Analog-Freunde beim Thema Plattenspieler gegenseitig zu: „Bald soll er fertig sein! Aber pssst, ist noch geheim!“ In diesem Jahr war es endlich soweit: The Record Player, der erste eigene Plattenspieler hatte sich vom ausgereiften Gedanken zu konkreter Materie entwickelt. Er spielte im „kleinen“ der zwei Räume in Verbindung mit dem frisch modellgepflegten The-Tune-Vollverstärker, montiert war natürlich der hauseigene The Tonearm, der uns schon während des Air-Force-III-Tests begeisterte, nun aber in der neuen Zwölf-Zoll-Langversion. Außerdem gab es dort noch zwei weitere Neuerungen zu bestaunen: Zum einen die neue Phonostufe The Perfect Match, die stromverstärkend arbeitet, womit das Jonglieren mit Widerständen zur Impedanzanpassung entfallen kann – wie praktisch – und zum anderen einen zu den Zwei-Wege-Monitoren The Monitor passenden Aktiv-Subwoofer mit dem Arbeitsnamen The Monitor Woofer. Schon diese günstigere Einstein-Kette ist ein audiophiler Traum, der eigentlich keine Wünsche offen, aber noch ein paar Kröten übrig lässt – zum Beispiel für einen Mercedes Benz. Janis Joplins Gospel noch fest im Ohr verankert, wechselte ich in die heiligen Hallen, sprich zur State-of-the-Art-Installation.

High End München 2018 Einstein

Traditionell bespielt Einstein auf der Münchener Messe immer zwei Räume, im zweiten wurden die großen Drei-Wege-Lautsprecher The Pure vom The-Poweramp-Endverstärker angetrieben. Davor gruppierten sich die Phonostufe The Phono Amp, die Vorstufe The Preamp und der uns bestens bekannte TechDAS Air Force III. Dazu gibt es weiters nicht viel zu sagen. Wer sich solch eine Einstein-Kette leisten kann, ist glücklich angekommen – und als High-End-Kunde vermutlich für immer aus dem Spiel. Tief beeindruckt von der absoluten Dominanz dieser Anlage, die auch bei komplexen klassischen oder jazzigen Arrangements nie auch nur den Anflug von Überforderung durchscheinen lässt, mache ich mich schweren Herzens wieder auf den Weg, nicht ohne mir vorher von Anette Heiss die Gestaltungsoptionen für die Monitor-Lautsprecher inklusive optionaler Holzfront demonstrieren zu lassen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen Besuch im nächsten Jahr – so häufig ergibt sich nicht die Möglichkeit zwei derart in sich stimmig kombinierte Ketten zu hören – und auf neue Geniestreiche von Einstein Audio.

 

www.einstein-audio.de

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