Messenachlese 10/20: x-odos Musikserver xo/one, Audio Physic

High End 2018 x-odos Audio Physic

Als Aussteller teilte sich x-odos einen Raum mit Audio Physic, ward aber auch an anderen Stellen gesehen, so führte beispielsweise Audioquest seine Niagara-Netzfilter mit dem xo|one als Frontend vor. Im Gegenzug fand sich auch ein Audioquest Niagara 7000 bei x-odos, die Verstärkung kam vom deutschen Röhrenspezialisten Octave. Natürlich sind Lautsprecher spektakulärer als die schlicht gestaltete zweite Version des x-odos-Servers, zumal wenn sie wie die neue Audio Physic Structure komplett in Carbon gekleidet sind. Auch von innen präsentiert sich die neue Schallwandler-Generation aus Brilon Aufsehen erregend mit einem Kammersystem aus porösem, strukturiertem Material, aber bevor ich ins Detail gehe, komme ich lieber wieder zurück zu x-odos, dem eigentlichen Grund meines Besuchs. Gründer und Chef Christof Poschadel hatte einen frisch verliehenen FIDELITY-Award im Gepäck und zeigte sich mächtig stolz darauf.

High End 2018 x-odos Audio Physic

Den Premium-Award gab es noch für die erste Generation des Servers xo|one, dessen Nachfolger sich in erster Linie durch sehr geschmackvolles, minimalistisches Design auszeichnet. Auf der Front gibt es unter dem in verschiedenen Farben und Intensitäten illuminierten „X“ nur ein einziges Bedienelement, alles weitere regelt eine durchdachte App, auf der Rückseite, „die Anschlüsse, die er wirklich braucht“, wie Christof Poschadel seine klare Linie argumentativ untermauert. Der neue xo|one im noch hübscheren Alukleid hat die Streaming-Dienste Tidal, Qobuz und HighResAudio bereits integriert. Letztere Plattform bietet sogar ganze Alben im hochauflösenden 24/192-Format, die der xo|one selbstverständlich ohne Verluste wiedergibt.

Neben der imposanten Audio-Physic-Produkthistorie auf einem Plakat spielte Leonard Cohen auf einem Flachbildschirm sein überragendes Live-In-London-Konzert von 2008. Eine Aufnahme, die mir sehr vertraut ist, und die mich auch über die ungewohnte Kette nichts vermissen ließ. Die ziemlich ausladende Structure von Audio Physic zerriss das Majestätische dieser Performance nicht in Frequenzfragmente, sondern präsentierte Frontmann Cohen und seinen Backgroundchor als symbiotische Einheit. Diese Lautsprecher stellten dem xo|one eine perfekt weiße Leinwand zur Verfügung, auf der der x-odos-Server seine Stärken voll ausleben konnte. Es klang wunderbar unmittelbar und frei von Verfärbungen oder Verzögerungen. Die Vorführung hinterließ einen ausgesprochen lebendigen Eindruck, perfektes Timing und wie gläsern wirkende Transparenz machten den zunächst stärksten Eindruck auf mich. Später gesellten sich auch weiche Kriterien wie hohe Emotionalität dazu. Um dies auch wirklich auskosten zu können, musste ich mich allerdings dazu zwingen, nicht ständig auf den Bildschirm zu starren.

High End 2018 x-odos Audio Physic

 

www.x-odos.com

www.audiophysic.de

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