Rockidelity: Beatsteaks – Beatsteaks

Diese Fünf sind nicht zu stoppen! Seit ihrer Gründung 1995 haben sich die Berliner konsequent den Weg nach oben gebahnt. Sie waren Support der Sex Pistols, veröffentlichten auf dem legendären Punk-Label Epitaph, wurden von den Ärzten in einem Song verewigt und mit dem MTV European Music Award wie auch der 1Live Krone geehrt. 2011 schließlich läutete eine neue Ära ein für die Shootingstars am deutschen Punkrockhimmel: mit Boombox knackte erstmals ein Beatsteaks-Album die Spitzenposition der Charts, der Sprung in den Mainstream war geschafft.

Beatsteaks Beatsteaks

Beatsteaks – Beatsteaks
Warner, 2014

Dreieinhalb Jahre später nun also Album Nummer Sieben, schlicht Beatsteaks betitelt. Knackige elf Tracks, Rock-‘n’-Roll-Grandezza par excellence, die Beatsteaks in Höchstform! Man nehme nur das vorab ins Rennen geschickte „DANN“, ein Uptempo-Geschoss mit Surf-Chören, Claps und der Eröffnungszeile „The streets are mine / the city walls will keep us warm“, das gerade mal um sechs Sekunden über die magische Zwei-Minuten-Punkrock-Schallmauer hinausschießt und den perfekten Musik-Sommer einläutet. Im krassen Gegensatz zu dieser unbeschwerten Highspeed-Hymne im klassischen Beatsteaks-Outfit wirkt ein Song wie „Gentleman Of The Year“ mit seinem melancholischen Unterton, dem fiebrigen Dance-Rhythmus, den hallenden Indie-New-Wave-Gitarren fast wie ein neuartiger Entwurf von Urban Soul auf Rock-Basis. Vielseitigkeit und Weiterentwicklung haben sich die Fünf auf die Fahnen geschrieben – bestes Rüstzeug für den Weg in den Rock-Olymp!

 

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in FIDELITY Nr. 15 (5/2014)

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