Messenachlese 3/20: AudioQuest und ein Weltklasse-Espresso bei Bryston

Von Erbtanten und Gute-Laune-Generatoren

Sollte eines Tages meine reiche Erbtante aus Amerika das Zeitliche segnen, dann – ja, dann werde ich beim Schlendern über die HIGH END trotzdem noch weiterträumen.
An diesem Satz sind gleich drei Dinge falsch. Erbtante. Schlendern. Weiterträumen.
Ganz davon abgesehen, dass ich gar keine Erbtante habe (und in Amerika gleich zweimal nicht), neige ich auf der HIGH END weder zum Träumen noch zum Schlendern. Dafür fehlt mir in den vier vollgepackten Tagen einfach die Muße. Zugegeben, ich gönne mir zwischendurch einen Weltklasse-Espresso bei Heinrich Schläfer (AVitech, Bryston) und nippe manchmal auch am feinen Roten bei – hoppla, wird nicht verraten.

Aber ganz grundsätzlich laufe ich in München in aktiviertem Arbeits-Modus zielstrebig von einem Aussteller zum nächsten. Was wiederum gar nicht so einfach ist, wenn man auf zwanzig Metern von ebenso vielen Leuten gegrüßt wird. Ok, das gehört erstens zum Job und kann zweitens sogar unterhaltsam sein. Wenn nämlich die Leute nicht aus rein professionellen Gründen freundlich zu mir sind, sondern sich als echte FIDELITY-Fans outen. Das kommt mittlerweile übrigens so häufig vor, dass ich mit dem Verteilen des Lobs ans Team nicht recht hinterherkomme. In der Regel wird es nur einmal pro Tag unverschämt – und die Zitrone der Messe 2018 geht an einen Messebesucher, der sich bar jeder Resthöflichkeit in ein laufendes Gespräch drängelte und mir dringend seine neueste Entdeckung (eine supertolle Plattenwaschmaschine) ins Gesicht husten musste. Danach hätte ich dringend einen Espresso gebraucht oder einen Schnaps, fand zur guten Laune aber rasch wieder zurück, denn ich war schon kurz darauf bei …

AudioQuest

Bill Low hatte ich zuvor schon aus dem Augenwinkel auf der Messe entdeckt, er wirkte aber derart beschäftigt, dass ich es diesmal bei einem kurzen Zunicken aus der Distanz beließ. Der AudioQuest-Chef schien ohnehin zu wissen, dass er sich auch 2018 auf sein eingespieltes Team um Robert Hay und Richard Drees verlassen konnte. Tatsächlich gehörte der AudioQuest-Raum zu den erfreulichsten Erscheinungen der Messe: Die dort perfekt installierte Anlage – große Sugden-Elektronik an B&W 800 D3 mit Kabeln und Netzprodukten von AudioQuest – spielte dermaßen souverän, groß und unerschütterlich auf, dass ich im Laufe der Messe mehr als einmal zum Hören hineinspazierte und auch ein paar Kollegen zu AudioQuest schickte.

Audioquest Bryston
Neben dem schon obligatorischen „Kabel-Blumenstrauß“ als Deko waren die beiden Sugden-Monoblöcke in klassischer „Miles-Davis-Haltung“ (mit dem Rücken zum Publikum) aufgestellt. So kam auch die hervorragende Verkabelung optisch zu ihrem Recht. Erstaunlicherweise setzte AudioQuest nicht einmal das Topmodell der hauseigenen Netzfilter ein, sondern „nur“ das zweitgrößte Modell, den optisch und technisch sehr ähnlichen AudioQuest Niagara 5000. Und wie immer wusste AQ-DJ Thijs Helwegen mit bewährten und einigen neuen Tracks musikalisch zu begeistern. Insbesondere das überaus realistische „Schlagzeug in der Kirche“ hat mich dynamisch glatt umgehauen – wow! Good Job, Gentleman! AudioQuest war für mich definitiv ein Gute-Laune-Generator auf der HIGH END.

Audioquest Bryston

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www.audioquest.com

www.bryston.com

 

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