Air Tight ATM-3211 Röhren-Monoendverstärker – Audienz bei Zwillingsdiven

Diese Endstufen sind sympathische Diven und bei der Auswahl ihrer Partner ziemlich wählerisch. Wer freilich die entsprechende Sorgfalt walten lässt, wird mit himmlischen Klängen jenseits jeder Erdenschwere belohnt.

Das hat wohl so kommen müssen. In der FIDELITY-Redaktion ist meine Affinität zu Opern im Allgemeinen und Sängerinnen im Besonderen ja längst kein Geheimnis mehr. Die beinharten Rocker – Sie wissen schon, die mit den Lederjacken, den Nietenjeans und den großen Tattoos – grinsen sich bei dieser „Mädchenmusik“ meistens eins. Und beginnen zu hyperventilieren, wenn sie die Mädchen zu Gesicht bekommen, die diese Musik singen. Operndiven können mit einer Arie Herzen brechen, mit einem Augenaufschlag ein ganzes Universum von Gefühlen artikulieren und einem mit ihrem Lächeln den Rest der Woche vergolden. Sind sie aber sauer, geht es ihnen schlecht, werden sie gar von einem ordinären Schnupfen oder einer anderen Unpässlichkeit geplagt, dann hat auch der Mensch an ihrer Seite ein Problem. Denn die „Zicke“ meckert nicht nur, sondern beißt auch, wenn es ihr nicht wohl ist. Oder ruft dich morgens um drei an, um dir mitzuteilen, dass sie sich jetzt freigeweint habe und nun endlich ohne Reue mit dir Schluss machen könne. Man(n) ist um eine Erfahrung reicher – und La Diva assoluta geht wieder auf die Suche nach ihrem Ideal-Gegenstück, das ohne die unverschämte Anmeldung eigener Ansprüche für sie eine behagliche Komfortzone schafft, ihr alle Wünsche von den Augen abliest und im Idealfall noch der ideale Bühnenpartner ist, um neben der privaten auch für künstlerische Erfüllung zu sorgen.
Bisweilen trifft man als HiFi-Journalist auf Geräte, die dem Klischee von der Diva nahekommen. Die Air Tight ATM-3211 gehört zweifelsfrei in diese Kategorie: Die Röhren-endstufe ist ausgesprochen hübsch (wobei Schönheit natürlich immer im Auge des Betrachters liegt, mit persönlich gefällt das geschickt aufgebrezelte Edel-Industrial-Design), sie klingt im richtigen Umfeld traumhaft, versteht sich aber nicht mit jedem Mitspieler gleich gut.

Air Tight ATM-3211 Power Amplifier

Musikalische Karriere einer ehemaligen Senderöhre: Die 211 im doppelten Doppelpack … macht nirgendwo einen noch edleren Eindruck als auf diesen Mono-Monolithen von AirTight!

Soll heißen, dass es bei dieser Monoendstufe nicht damit getan ist, ihr nach einem kurzen Blick in die Preisliste – das Paar für knapp 55 000 Euro – irgendwelche „Testsiegerboxen“ zur Seite zu stellen. Es wird zwar immer mindestens ordentlich klingen, weil die Air Tight 3211 mit ihren gut 120 Watt an sechs Ohm auch leistungshungrige Lautsprecher ziemlich locker zu befeuern versteht. Doch zwischen „ordentlich“ und „überwältigend“ liegen im High End bekanntlich gleich mehrere Welten. Auch im mit Testlautsprechern stets gut bestückten FIDELITY-Hörraum gelang es uns nicht auf Anhieb, die Wünsche der Air-Tight-Diva zu befriedigen: Einer war ihr zu dürr, der nächste nicht freundlich genug, und der übernächste ließ es an den Umgangsformen fehlen, die von den wohlerzogenen Japanerinnen aus Osaka mit ihrer viele Jahrzehnte (Insider sagen Jahrhunderte) alten Familientradition einfach vorausgesetzt werden.

Air Tight Reference Pre Amplifier

Standesgemäß: Die zweiteilige Vorstufe AirTight ATE-2001 stellt eine würdige Ansteuerung der Monos sicher. Auch sie ist stilsicher in dieses unwiderstehliche Gun-Metal-Grau gekleidet.

Sichtlich wohl gefühlt haben sich die Mono-Zwillinge beispielsweise mit der ebenso kraftvollen wie kultivierten Uno XD aus der Hornmanufaktur Avantgarde Acoustic. Das teilaktive Prinzip – der Bassbereich dieser Ausnahme-Schallwandler wird von eigenen Endstufen befeuert – sorgt dafür, dass die ATM-3211 sich nicht über Gebühr anstrengen müssen und an den verfärbungsfrei agierenden Hörnern das tun dürfen, was sie am besten können: eine riesige Palette an Klangfarben, dynamischen Bögen und feinen Details wie auf einer Samtunterlage auszubreiten. Dabei ist es vollkommen egal, was die Quelle zuliefert – solange die Quelle ebenso stellar ist wie der Rest. Bei uns waren es unter anderem das CD-Laufwerk CDT-3 von Audio Note und der fulminante TechDAS AirForce III, die über die Vorstufe Tidal Preos Kontakt aufnahmen. Die optisch und atmosphärisch perfekt zu den Monos passende Vorstufe Reference ATE-2001 von Air Tight kam leider mit einem bösen Transportschaden in der Redaktion an. Möglicherweise werden wir uns dieser kongenialen Ergänzung der Endstufen in einer späteren Ausgabe widmen können – mit einiger Vorfreude, dies sei betont.

Denn was nach ausgiebiger Aufbauarbeit – pro Endstufe wollen immerhin fast 45 Kilo bewegt werden – erst aus den Uno XD, später aus den Stereofone Dura kam, war eine jener Klasse-Vorstellungen, wie sie einst die junge Sopranistin Anna Netrebko oder ihre Mezzo-Kollegin Cecilia Bartoli gaben: Unangestrengt, leichtfüßig und praktisch schwerelos breitete sich die Musik im Hörraum aus, löste sich vom ersten Moment an vollständig von den Lautsprechern und transportierte jede Menge emotionale Energie.

Nun sind HiFi-Journalisten bekanntlich eine böse Bande, die wenig Rücksicht auf zarte Seelen nimmt und fragile Elfen kurzerhand in den Technoclub mitnimmt, um ihnen die harte Partyseite des Lebens zu zeigen. Stoff, der die ATM-3211 nicht eine Sekunde lang vor Probleme stellt. Sie reproduzieren die knallharten Computerbässe und die Synthesizer-Wabersounds, die beispielsweise Yello-Mastermind Boris Blank gerne in große Hörbilder gießt, mit einem virtuellen Achselzucken genau so glaubwürdig, wie sie sich kurz zuvor Renee Flemings Kunst des feinst ziselierten Barockgesangs (Decca-SACD) in frappierend authentischer Räumlichkeit gewidmet haben. Die sorgsame Reproduktion des Raumes hat fraglos etwas mit der Verwendung der 211er-Röhre zu tun, die eigentlich als Sendetriode für den Radiobereich konzipiert wurde und bei Air Tight das Kernstück einer ganz auf Klang gezüchteten Schaltung verkörpert.

Die relative „Zickigkeit“ im Zusammenspiel mit gewissen Schallwandlern hat an sich nichts mit der Launenhaftigkeit menschlicher Diven zu tun, sondern resultiert eher aus der Philosophie, mit diesen Röhrenmonos bewusst keine Eier legenden Wollmilchsäue schaffen zu wollen, sondern singuläre Verstärkerkonstruktionen, die im passenden Umfeld zu Überfliegern werden.

Idealerweise kombiniert man die ATM-3211 also nicht mit Impedanzmonstern, die nach einer Ansteuerung mit Transistoren schreien. Solche Kombinationen sind, was man neudeutsch ein „Mismatch“ nennen würde, eine Tendenz zu Blutleere und Farblosigkeit ist unüberhörbar. Zu großer Form laufen die Air-Tight-Monos dagegen an Lautsprechern auf, die von vornherein mithilfe von Röhrenverstärkern konstruiert oder abgestimmt wurden. Man denke unter anderem an die größeren Modelle etwa von Odeon, Ayon, DeVore Fidelity, Zingali oder Living Voice. Auch Audio Notes „E“-Klasse, die schon erwähnte Stereofone Dura sowie etliche Elektro- und Magnetostaten gehören zu den empfehlenswerten Konstruktionen, deren klangliches Profil mit den Schokoladenseiten eines ausgezeichneten Röhrenverstärkers harmonieren. Jörg Labza vom deutschen Vertrieb Axiss wusste zudem noch das Tocaro-Portfolio und – was für eine exzentrische Kombi! – die hauseigenen, superkompakten Breitbänder AL-05 zu loben. Kurzum: Man sollte die schönen Japan-Zwillinge einfach nicht mit abartigen Impedanzextremen quälen, bei denen sie trotz aller Nominalkraft die Contenance verlieren können.
Ist hingegen kombinationstechnisch alles im Lot, dann kann eine Hörsession mit den Air Tight ATM 3211 auch abgebrühte Profis noch vom Hocker reißen. Ich griff zu Gustav Mahlers Achter Sinfonie in der Decca-Einspielung von Riccardo Chailly mit dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam. Eine in jeder Hinsicht aufwendige Luxusaufnahme, bei der die Bezeichnung „Sinfonie der Tausend“ angesichts des Menschenauflaufs auf der Bühne mit mehreren Chören, doppelt besetzten Solistenpartien und per „Extras“ verstärktem Orchester beinahe wörtlich zu verstehen ist.

Air Tight ATM-3211 Power Amplifier

High-fideles Stilleben à la Miura-san

Dem einleitenden Allegro impetuoso mit seinen macht- und hoffnungsvollen „Veni, creator spiritus“-Rufen („Komm, Schöpfer des Geistes“) haben manche Rezensenten in der Vergangenheit Schwammigkeit und tontechnische Nachlässigkeiten vorgeworfen. Vielleicht aber nur, weil den fraglichen Klassikkritikern keine Verstärkerelektronik vom Kaliber der ATM-3211 zur Verfügung stand. Denn was wir an einem Sonntagnachmittag in der FIDELITY-Redaktion zu hören bekamen, war ein flammendes Plädoyer für die Existenzberechtigung von High End Audio: Duchhörbarer, luftiger, schwebender als in den meisten mir bekannten Konzertsälen wirkte das, was da aus den Lautsprechern kam, dabei kernig, körperhaft, mit genau dem richtigen „Punch“, um selbst eingefleischte Rockfans zu überzeugten Klassikhörern mutieren zu lassen.
Das Auflösungsvermögen der Röhrenmonos kann man ohne jegliche Übertreibung als phänomenal bezeichnen, der Unterschied ist in etwa so riesig wie der Sprung von einer Sechs-Megapixel-Digitalkamera der digitalen Fotografiesteinzeit zu den Pixelmonstern des Jahres 2017. Und wie bei jenen besteht auch bei Verstärkern ein Teil der Entwicklerkunst darin, feine Einzelheiten einerseits deutlich darzustellen, sie aber andererseits nicht zu überschärfen, bis ihre Ränder auspixeln, stufig und damit hässlich werden. Ein Balanceakt, den das handverlesene Team um Air-Tight-Mastermind Atsushi Miura in Perfektion beherrscht. Homogenität wurde hier bei der Abstimmung ganz offensichtlich ganz großgeschrieben. Kein „Sounding“, keine Tendenz, einzelne Frequenzbereiche leicht zu überzeichnen, um sich mit einem vermeintlich „spektakulären“ Klangprofil von anderen abzuheben. Auf Vordergründigkeit und Effekthascherei wurde sehr bewusst verzichtet – nicht aber auf die Air-Tight-typischen straffen und schnellen Basslagen und genau den richtigen Hauch von ätherischem Glanz, der so subtil ist, dass er erst nach langem Hören überhaupt auffällt. Und dann auch nur, wenn man von der Air Tight ATM-3211 wieder auf etwas weniger Exklusives wechselt.

Zwischenzeitlich wollten wir auch wissen, wie sich diese besonderen Endstufen mit „ganz normalen“ Lautsprechern verhalten. Ob sich die Diven ein wenig verschnupft geben, wenn man sie etwa mit (eigentlich viel zu) kleinen Engländerinnen, namentlich mit den KEF LS50 kombiniert. Von wegen! Natürlich fehlt beim direkten Wechsel von beispielsweise einer Uno XD deren profunder Bass, entfällt rein physikalisch betrachtet mindestens eine Oktave im tiefen Register. Ein passiver Fünfzöller im Bass hat gegen zwei aktive Zehnzöller einfach nicht viel zu bestellen. Allerdings hat uns dies absolut betrachtet nicht gestört, denn an den kleinen KEFs kann das Air-Tight-Zweigespann all seine anderen Stärken vollumfänglich ausspielen. Zum Beispiel den dank des supersauberen Mittentonbereiches ausgesprochen behutsamen, ja liebevollen Umgang mit Gesangsstimmen (wen wundert es). Oder seine Impulsschnelligkeit und auch seine Fähigkeit zu staubtrockenen, „tighten“ Bässen. Klar ist, dass man in einem solch ungleichen Setup keine Livepegel erwarten darf. Dafür erfreut man sich an Kammermusik, so plastisch wie ein Hologramm in den Raum gebeamt. Oder an Songwriter-Soul, der einen mitnimmt in die kleine Kneipe, in der ein tragbares Aufnahmegerät die Session eines lokalen Barden für die Nachwelt festgehalten hat. Oder an der schon 20 Jahre alten CD des Nürnberger Pianisten Claus Weinberger, die dessen „Klavier-Kontraste“ – Alexandr Skrjabin und Keith Jarrett, Spätromantik und Modern Jazz, Piazzolla und Mozart – in auch heute noch konkurrenzfähiger Klangqualität vorstellt. Vielleicht sind es aber auch nur die beiden Diven, die ihre Sympathie für einen unprätentiösen Tastenzauberer entdeckt haben und ihm ein wenig schmeicheln wollen – er könnte für den nächsten Liederabend noch nützlich werden …

Wer sich die Air Tight ATM-3211 gönnt (gönnen kann), sollte auf jeden Fall ein wenig Zeit investieren und diese feinen Röhrenendstufen mit verschiedenen Schallwandlern hören. Es gibt eine Reihe von Kombinationen, die extrem gut harmonieren, andere kommen dagegen kaum über den Status einer rein funktionalen „Zweckehe“ hinaus. Zudem lohnt es auch, den Trauring, pardon, die Lautsprecherkabel mit Bedacht auszusuchen. Derlei intensive Beziehungsarbeit wird von den schicken Diven zuverlässig belohnt: mit purer Glückseligkeit beim Musikhören.

 

Die „211“ – eine Sendetriode im High-End-Verstärker

Air Tight ATM-3211 Power Amplifier

Senderöhren für Audio-Zwecke? – Es braucht schon ordentlich Know-how, um Röhren, die eigentlich für die Hochfrequenzverstärkung entwickelt wurden, in anspruchsvollen HiFi-Verstärkern einzusetzen.

Etliche Senderöhren stammen noch aus der Zeit der Sendervielfalt auf mittleren, langen oder kurzen Wellen. Ihre Aufgabe war, die Stimme der Sendestation möglichst globusumspannend hörbar zu machen. Gefordert war eine Hochfrequenzleistung im höheren Wattbereich (hier geht es durchaus um einige 1000 Watt!), um der Sendeantenne die nötige Strahlungsenergie für einen weit reichenden Empfang zu liefern. Betrieben wurden diese Röhren zu diesem Zweck im sogenannten C-Betrieb: Sie mussten nur eine einzige Frequenz mit der ihr höchstmöglichen Leistung abstrahlen – das war’s. Doch diese Hochfrequenz allein überträgt noch keine Sprache oder Musik; der Sender musste moduliert werden. Modulation wiederum bedeutet nichts anderes, als das sehr starke Hochfrequenzsignal im Takt der Musik (oder der Nachrichten) so zu formen, dass es im Empfänger wieder hörbar gemacht werden kann. Für die Amplitudenmodulation (AM), die bei Kurz-, Mittel- und Langwellensendern üblich ist, wird dafür in der Regel genauso viel Leistung gefordert, wie der Sender an Hochfrequenz abstrahlen kann. Ein Sender mit 50 Kilowatt – was eine gute mittlere Leistung für weitreichende Ausbreitung ist – benötigt dann auch eine Endstufe mit 50 Kilowatt für die Tonmodulation. So etwas funktioniert aber nicht mit klassischen Audioröhren wie EL34, KT120, 6550 oder welchen Typs sie alle sein mögen, sondern nur mit genau jenen Röhren, die (eigentlich) für die Hochfrequenzleistung zuständig sind. Technische Daten für die Audio-Verstärkung dieser Röhren finden sich demzufolge auch in den Tabellen. Die Senderöhren werden dann im A-, AB- oder B-Betrieb benutzt, um möglichst klirrarm und naturgetreu das Musiksignal „auf den Sender“ zu bekommen.
Die Röhre vom Typ 211, um die es hier gehen soll, bringt eine Hochfrequenzleistung von bis zu 130 Watt auf. Das genügt kleinen Sendern, etliche Quadratkilometer mit Programm zu versorgen. Im „Modulationsbetrieb“, also im HiFi-Verstärker, kann die 211 denn auch eine entsprechende Leistung im AB-Betrieb bereitstellen. Dieser Betrieb nutzt die Röhre im wahrsten Sinne des Wortes nur zur Hälfte aus: Jedes Audiosignal besteht aus Schwingungen, die um eine Nulllinie schwanken – sie gehen mit der einen Halbwelle in den positiven, mit der anderen in den negativen Bereich. Diese Arbeit können sich zwei Röhren teilen. Bei der Ansteuerung sorgt die treibende Röhre – hier eine 12BH7 – dafür, dass jeweils die entsprechende Halbschwingung von der zu ihr gehörenden Röhre 211 verstärkt wird. Sodann ist es wichtig, dass beide Halbschwingungen wieder möglichst exakt zusammengesetzt werden. Hierfür ist der Ausgangsübertrager zuständig, der entsprechend präzise gewickelt werden muss und daher auch leider meist kostspielig wird. Ohne Ansteuerung verbraucht eine solche Endstufe übrigens wenig Leistung und bleibt entsprechend „cool“. Würde die 211 hingegen als Single-ended-Röhre (SE) in Class-A betrieben, würde nur noch etwas weniger als die Hälfte der Leistung zum Lautsprecher gelangen. Denn im Eintaktbetrieb verläuft die Nulllinie quasi „mitten durch die Röhre“ (halbe Vollaussteuerung); selbst ohne Audiosignal fließt dann immer ein kräftiger Strom, der eine entsprechende Abwärme erzeugt.
Die 211 wird hier datenblattgerecht mit einer Anodenspannung von circa 1000 Volt betrieben. Bei Senderöhren größerer Leistung und indirekt geheizter Katode darf die Anodenspannung erst nach erfolgter Durchheizung angelegt werden; eine zu frühe Belastung der Katode würde deren Schicht zerstören. Die direkte Heizung der 211er-Röhren in der ATM-3211 ermöglicht es hingegen, sämtliche Spannungen gleichzeitig anzulegen. Die Ansteuerung der 211 im Air-Tight-Monoblock übernimmt eine 12BH7 – eine Röhre, deren Leistung allein schon ausreichen würde, einen Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad recht passabel anzutreiben. In der Air Tight ATM-3211 jedoch sorgen zwei „charmante“ 211er-Sendetrioden mit feinen Tamura-Übertragern für ordentlich Leistung und Durchzugskraft. Die 211 glimmen im Betrieb übrigens ziemlich kräftig, sodass man im abgedunkelten Hörraum durchaus ohne weitere Beleuchtung auskommen – und geradezu romantisch in Musik schwelgen – kann. Erich Engel.

Air Tight ATM-3211 Power Amplifier Navigator

Röhren-Monoendverstärker
Air Tight ATM-3211
Funktionsprinzip: Push-Pull-Röhrenendstufe mit hohem Class-A-Anteil
Ausgangsleistung (4/8 Ω): 120 W
Röhrenbestückung: 1 x 12AX7, 3 x 12BH7, 2 x 211
Maße (B/H/T): 40/41/45 cm
Gewicht: 44 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Paarpreis: 55 000 €

 

www.axiss-europe.de

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