bFly-audio „Little Fwend“ – Tonarmlift

Schnarz, knack, schnarz, knack, schnarz, knack … Eine Geräuschkulisse, die den Vinylliebhaber zum spontanen Hindernislauf durch die Wohnung zwingt.

bFly-audio Little Fwend TonarmliftNur schnell zum Plattenspieler, wo das Kleinod von Tonabnehmer aus der Auslaufrille zu heben ist! Diese Abtaster sind ja recht sensibel und auch nicht wirklich günstig.
Früher gab es halbautomatische Plattenspieler, die den Tonarm am Ende der Plattenseite anhoben, aber der gemeine Analogiker verschmäht diese Annehmlichkeit. Zu groß ist die Furcht vor klanglichen Einbußen durch Eingriffe in Laufwerkssteuerung und Mechanik des Tonarms. Also wurden die Laufwerke klanglich immer besser, der Komfort dagegen verschwand völlig. Folglich sitzen viele Vinyljunkies heute in Laufschuhen vor ihrem Plattenspieler, immer bereit, beim ersten Knackser panisch Richtung Vinylaltar zu spurten.
Doch jetzt singet Lob, ihr Freunde des Minimalismus und ihr Sportverweigerer, die Erlösung ist da! Zwei findige Norweger brüteten während dunkler Winternächte über einer zuverlässigen und zugleich klanglich unschädlichen Lösung dieses Problems. Und siehe da, heraus kam das sinnvollste Zubehör, das mir je in die Finger kam. Der „Little Fwend“, ein kleiner, universell einsatzbarer Tonarmlift, der dem puristischen Analogliebhaber dank seiner pfiffigen Konstruktion wieder etwas Komfort und Sicherheit gibt. Ohne klangliche Einbußen selbstverständlich. Den von bFly vertriebenen Little Fwend gibt es in drei Höhen, Besitzer kleiner Leichtbaudreher finden also genauso das passende Modell wie Betreiber imposanter Monumentallaufwerke. Montieren lässt sich das kleine Helferlein, selbst vom Grobmotoriker mit fünf Daumen pro Hand, innerhalb einer Minute. Einfach das Basisplättchen so zwischen Tonarm und Teller kleben, dass der Arm den Sensor aus einer flexiblen Klaviersaite, der als Auslöser fungiert, sanft berührt. Mittels Magnetkraft hält der Little Fwend sauber auf dem Montagepad, trotzdem lässt er sich je nach Bedarf noch ein wenig verschieben – Aufnahmen großer Orchester werden ja oft bis knapp vor das Label gepresst, während audiophile Blues- und Jazznummern eine üppigere Auslaufrille vorweisen können.


Zugegeben, während der ersten Durchgänge saß ich nervös und spurtbereit vorm Plattenspieler, denn so ganz vertraute ich der Kombi aus Little Fwend und wacklig-fragilem einpunktgelagertem Tonarm noch nicht. Was, wenn der Arm aus seinem Lager hüpft und das System dann auf die Zarge knallt? Wie sich im Verlauf von acht Wochen zeigte, eine absolut unbegründete Sorge. Der Little Fwend funktioniert dermaßen perfekt und zuverlässig, dass selbst ein Sonnenbad in der Hängematte bei Beschallung vom Plattendreher entspannt und ohne Angst um meine Tondosen möglich wird. Der Tonarm wird am Ende der Seite sanft angehoben und ruht stabil auf dem Ausleger, ohne dass Gefahr für die Nadel besteht, während die Platte weiter ihre Runden dreht. Im Grunde sollte der Little Fwend zum Lieferumfang eines jeden ernsthaften Plattenspielers gehören: Humane Kosten, hoher Nutzen, sieht super aus und mischt sich klanglich überhaupt nicht ein. Fazit: With a little help from my fwend!

 

Tonarmlift „Little Fwend“
Ausführungen:
N (niedrig) = 32–49 mm/Fuß 16 mm
H (hoch) = 49–82 mm/Fuß 19 mm
XL (sehr hoch) = 80–140 mm/Fuß 25 mm

Garantiezeit: 2 Jahre
Preise: 199 € (N- und H-Ausführung), 249 € (XL)
bFly-audio
Theodor-Sachs Straße 60
86199 Augsburg
Telefon 0821 9987797

 

www.bfly-audio.de

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
Abonnieren Sie den Newsletter und erhalten Sie Informationen rund um das FIDELITY Magazin, exklusive Spezialangebote, Gewinnspiele, neue Features sowie Angebote unserer Partner.