HiFi Studio Wittmann / Oliver Wittmann – Von Südamerika ins Allgäu auf der Suche nach dem optimalen Klang

Wie für HiFi-Enthusiasten typisch, wurde der 1964 in der Nähe von Stuttgart geborene Oliver Wittmann schon in seiner Kindheit mit dem Technik- und Musik-Virus infiziert.

HiFi Studio Wittmann im Who is Who in High Fidelity

Oliver Wittmann

Bereits mit zwölf Jahren zerlegte er Radios, um ihr Innenleben zu studieren. Ein altes Röhrenradio und eine Telefunken-Tonbandmaschine seines Vaters dienten ihm für erste Radiomitschnitte, bis er mit 14 zur Konfirmation eine Dual-Komponentenanlage geschenkt bekam.

Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Elektrotechnischen Assistenten erfasste Oliver Wittmann das Fernweh und er begab sich für ein halbes Jahr auf eine Reise durch Südamerika. Das Geld dafür lieh er sich von seinem Vater. Wieder zu Hause galt es deshalb zunächst, die Schulden abzubezahlen. Er fand einen Job beim ortsansässigen Gitarrenverstärkerbauer Supreme. Nachdem er dort einige Jahre Berufserfahrung gesammelt hatte, wurde er Serviceleiter beim Studio- und Beschallungstechnikunternehmen Klein + Hummel in Filderstadt. Im regen Austausch mit der dortigen Entwicklungsabteilung konstruierte er privat mehrere Messgeräte, darunter einen analogen Terz-Analyzer samt dazu passendem Equalizer und ein rotierendes Messmikrofon. Nach einigen Jahren beschloss er, sich noch tiefer in die Grundlagen der Materie einzuarbeiten, und absolvierte ein Studium der Nachrichtentechnik. Seine Diplomarbeit bestand aus einer selbst entwickelten Lautsprecherbox.

Noch während er an seiner Diplomarbeit schrieb, eröffnete Wittmann 1993 sein HiFi-Studio in Stuttgart-Botnang. Zunächst verkaufte er dort auch seine selbstgebauten Boxen, entschied dann aber, die Eigenproduktion nicht fortzuführen und sich stattdessen ganz auf den Aufbau eines ausgewählten Sortiments etablierter und bewährter audiophiler Marken zu konzentrieren. Zum deutschlandweiten Renommee des HiFi-Studios trug wohl auch das große Augenmerk auf den Service bei, sei es in Form des unverbindlichen Probehörens, das auch an der eigenen Anlage zu Hause möglich ist, oder beim Aufbau und der Justierung der Geräte unter Berücksichtigung der akustischen Gegebenheiten in den Räumen der Kunden. Darüber hinaus veranstaltet das HiFi-Studio am letzten Donnerstag jedes Monats den sogenannten „Music Day“: Wer sich berufen fühlt, bringt eigene Tonträger in den Laden und kann die Geräte zwanglos und spontan mit seiner Lieblingsmusik testen.
HiFi Studio Wittmann im Who is Who in High FidelityWie Wittmann betont, geht es ihm stets um den Klang und nicht um das Markenprestige oder die Gewinnspanne, was eine Erklärung dafür liefert, dass sich in seinem Sortiment auch eine Reihe kleinerer Anbieter findet, die selbst unter High-End-Fortgeschrittenen nicht jedermann bekannt sein dürften. Die Grundlage für die Auswahl und Zusammenstellung der Geräte bildet für ihn, dass die Musik ihre Wirkung vollständig entfalten kann, sodass Rhythmus, Timing und Musikfluss im Raum spürbar werden und den Hörern im Idealfall das Gefühl geben, die Musiker stünden direkt vor ihnen. Als seine besondere Stärke betrachtet Wittmann die Fähigkeit, Kunden durch gewissenhafte Beratung schrittweise zu der für sie optimalen Gerätekombination hinzuführen, indem er ihnen entsprechend den unterschiedlichen individuellen Präferenzen ein breites Spektrum verschiedener Klangabstimmungen präsentiert.

HiFi Studio Wittmann im Who is Who in High FidelityDie Königsdisziplin stellt für ihn dabei die Möglichkeit dar, hoch aufgelöste Klangwiedergabe gerade auch bei geringeren Lautstärken zu gewährleisten. Dementsprechend liegen ihm innerhalb seines breiten Portfolios Röhrenverstärker und Hochwirkungsgrad-Schallwandler ganz besonders am Herzen.
Mit dem Deutschland- und Österreichvertrieb für Okki-Nokki-Schallplattenwaschmaschinen, Phonovorverstärker von Tom Evans sowie HiFi-Zubehör von Ringmat konnte sich Oliver Wittmann in den vergangenen zehn Jahren ein zweites Standbein neben seiner Händlertätigkeit schaffen. Für den Sommer 2015 plant er noch einmal etwas Neues, das die Quintessenz aus seiner fast vierzigjährigen Beschäftigung mit HiFi darstellen soll: Nachdem Oliver Wittmann vor Kurzem privat ins Allgäu gezogen ist, will er dort ein zweites Studio mit mehreren Hörräumen eröffnen, die es ermöglichen, unter optimalen akustischen Bedingungen fern des Alltagsstresses ganz tief in die Musik einzutauchen. Nur nach Terminabsprache sollen dort laut Wittmann perfekt auf den Punkt optimierte audiophile Kostbarkeiten mit alles überragender Klangqualität zu hören sein.


Was die Musik angeht, ist Oliver Wittmann ähnlich offen wie gegenüber den Klangrichtungen von HiFi-Anlagen, wenn nur die Qualität stimmt. Ursprünglich ein Rock- und Folk-Liebhaber und Fan von Jimi Hendrix und Bob Dylan, hört er in jüngerer Zeit sehr viel Jazz und Klassik. Nach wie vor ist er ein begeisterter Konzertgänger, zumal nach seiner Erfahrung viele Veranstaltungsorte heute einen deutlich besseren Sound bieten als noch vor einigen Jahren. Zwei weitere Leidenschaften sind die Wanderlust, die er am liebsten in den Allgäuer Bergen auslebt, und die Faszination für Modellbau, insbesondere von Flugzeugen, die ihn wie das Interesse für Technik bereits seit seiner Jugend begleitet.

Fragenkatalog LAUT UND LEISE

Leise oder laut?
Leise.

Analog oder digital?
beides

Röhre oder Transistor?
Röhre.

Schallplatte oder Download?
Schallplatte.

Waldlauf oder Fitnessstudio?
Waldlauf.

Trend oder Tradition?
Tradition.

Tee oder Kaffee?
Kaffee.

Salat oder Steak?
Steak.

Wein oder Bier?
Wein.

Berge oder Meer?
Berge.

Buch oder Bildschirm?
Buch.

Jazzclub oder Opernhaus?
Jazzclub.

Bach oder Beatles?
Beatles.

Wagner oder Wacken?
Wagner.

Standby oder Stecker ziehen?
Standby.

 

www.wittmann-hifi.de

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