TAD-ellos – Zu Besuch bei TAD

 

TAD lud ein zur Neuheiten-Präsentation in den schönen Chiemgau. Und es gab viel zu erfahren.

 

Der Reihe nach? – Dann beginnen wir mit TAD, dem Deutschlandvertrieb von Gryphon, NuPrime, Opera, Rega, Ruark, Tannoy und Unison Research.

TAD selbst formiert sich teilweise neu: Joachim Spelling hat sich verabschiedet, High-End-Urgestein Hannes Knorn hat seine Tochter Paula mit ins TAD-Management aufgenommen, Volker Specht wird dieses zum Jahreswechsel erweitern. Hannes Knorn kann sich also ruhigen Gewissens aus dem Geschäftsalltag allmählich zurückziehen. TAD bleibt in guten Händen, eine jüngere Generation übernimmt das Ruder.

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Hannes Knorn von TAD mit der Max 2 von Unison Research

 

Excalibur

Die nächste Generation präsentierte auch gleich einen schönen Einstieg. Unter dem Markennamen Excalibur zeigte TAD neue MC-Tonabnehmer. Die zunächst drei MC-Systeme – namens Green, Blue und Black – sollen „nicht nur perfekt zu großen Regas“ passen und deren Oberklasse auch mit passenden Systemen bereichern, sondern natürlich auch zu vielen anderen Tonarmen. Los geht’s bei Excalibur mit zwei Nadelschliffen (elliptisch und Shibata) sowie zwei unterschiedlichen Ausgangsspannungen (high/low) zu Preisen von knapp 500 bis 700 Euro. Excalibur ist ein vielversprechendes Gemeinschaftsprojekt von TAD (Initiatorin: Paula Knorn) und Produktdesigner Helmut Thiele (u.a. für Thorens tätig) und einem Tonabnehmerspezialisten aus Japan, der nicht genannt werden möchte. Und: Das Portfolio wird noch weiter ausgebaut …

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MC-Tonabnehmer Excalibur

 

Unison Research / Opera

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Bartolomeo Nasta von Opera und Phil Freeman von Rega

Bartolomeo Nasta und Alessio Fusaro hatten aus Italien nicht nur lecker Parmeggiano mitgebracht, sondern insbesondere ein halbes Dutzend Neuheiten von Unison Research und Opera: von Opera die Diva (eine „kleinere“ Callas und selbstverständlich mit Hochtönern auf der Rückseite), von Unison den Vollverstärker Unico 90, die beiden CD-Spieler Unico CD Uno und Due (allesamt Hybridmodelle mit Röhren und Transistoren) sowie einen superb designten Kopfhörerverstärker namens Unison SH. Alle Gerätschaften kosten wieder einmal deutlich weniger, als ihr erster Eindruck vermittelt. Das gilt auch für die voluminöseste Unsion-Neuigkeit, den mächtigen Lautsprecher „Max 2“. Das Zweiwege-Trumm mit 15“-Tieftöner und Hochtonhorn ist ein Gemeinschaftsprodukt von Unison mit Premiumhändler und Namensgeber Max Krieger (HiFi Creativ), Hannes & Paula Knorn sowie Hermann Noch.

 

Gryphon

Hermann Noch war es dann auch, der über die Neuheiten vom dänischen Ultra-HiFi-Hersteller Gryphon berichtete. Leider hatte es weder der „kleine“ Vollverstärker Diablo 120, noch der „kleine“ Lautsprecher Mojo S (für gut 10.000 bzw. 20000 Euro) rechtzeitig in den Chiemgau geschafft – ein typisches Los von Perfektionisten. Das macht uns nur noch gespannter auf „the real stuff from Flemming Rasmussen“, darunter dann auch ein DAC für schlanke 4000 Euro. Wir werden geduldig sein.

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The Gryphon Diablo 300

 

Ruark Audio

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Richard McKinney von Ruark Audio

Quasi am anderen Ende der Preisskala setzt Ruark Audio Maßstäbe für Klang und Design. Das zumindest findet Richard McKinney, der zwei neue Audio-Delikatessen anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Ruark (R1 MkIII und R4 MkIII für 300 und 900 Euro) mit einem unterhaltsamen Einblick in die Firmengeschichte des englischen Traditionsherstellers servierte. Tatsächlich finden die schicken neuen Ruark-Produkte zunehmend ihren Platz in Top-Hotels und stilbewussten Kino- und TV-Produktionen, sogar im „Tatort“ tauchten sie schon auf. Und die kleinen Ruarks klingen erstaunlich profund, wie wir sogar per Bluetooth-Signal feststellen konnten. Sie stehen damit in guter Tradition des ehemaligen „Hobby-Unternehmens“, das sich zunächst mit klassischen HiFi-Lautsprechern einen guten Ruf erarbeitete, seit 2004 aber konsequent und erfolgreich auf gutklingende Lifestyle- und All-in-one-Produkte konzentriert.

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Ruark Audio feiert 30-jähriges Jubiläum

 

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Phil Freeman, Fertigungsleiter und Entwickler bei Rega

Rega

Gerade einmal „vier Straßen weiter“ von Ruark entfernt residiert Rega, einer der einflussreichsten Analogspezialisten weltweit. Phil Freeman, Fertigungsleiter und Entwickler bei Rega, hatte als echte Neuigkeit ein Buch im Gepäck, aber auch nur als Vorabdruck-Einzelstück. Rega-CEO Roy Gandy – auch schon 70 Jahre alt und als etwas schräg bekannt – hat das Buch in Auftrag gegeben, um anschaulich zu erklären, wie Rega die Welt sieht. So macht Rega nicht jede Mode mit, eigentlich gar keine. Man setzt vielmehr selbst die Trends – oder besser: fertigt eigenentwickelte Produkte in England. Man baue Plattenspieler nicht, um damit Geld zu verdienen, sondern um ein Transportmittel für Musik anzubieten. Was auch andere Unternehmen zu schätzen wissen und bei Rega für eine Zusammenarbeit anklopfen. In den letzten Jahren war Rega zum Beispiel mit Arcam, Linn und Naim Audio gemeinsam unterwegs. „We love to work with other companies“, sagte Phil Freeman. Allerdings sei „streaming not ready for music yet“, sondern in erster Linie IT, erst danach Audio. Man könne den üblichen 24/7-Service schlichtweg nicht leisten, habe außerdem noch nichts gefunden, was „gut genug für uns klingt“. Daher wird Rega auf absehbare Zeit keine Streamingprodukte anbieten. Man konzentriere sich auf das Thema Analog. Gut gelaunt und ganz handfest führte uns Phil Freeman sodann die unterschiedlichen Lösungen für das bestmögliche Plattentellerlager zu einem bestimmten Budget vor Augen. Auch reichte er einen sehr günstigen, sehr stabilen, sehr resonanzarmen Plattenteller als Anschauungsobjekt durch die Reihen – übrigens made in Germany, in Taucha bei Leipzig. Darüber hinaus legte Freeman dar, warum Rega ein „durch und durch“ analog orientiertes Unternehmen ist, ausschließlich in England produziert und der Anteil von Plattenspielern am Rega-Umsatz in den vergangenen Jahren von rund 50 Prozent auf jetzt wieder 70 Prozent gestiegen ist. Beinahe ebenso unterhaltsam wie der passionierte Mechanik-Fan Freeman war ein brandneues, rund fünfminütiges Video, das die Räumlichkeiten und die 120 Beschäftigten bei Rega „in action“ zeigt. Sehenswert auf der Startseite von www.rega-audio.de („A behind the scenes tour of Rega’s factory“) oder hier

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Subteller von Rega mit Zähnen

 

Tannoy

Tannoy wiederum hatte einige „greifbare“ Neuheiten mitgebracht. Neben zwei kleinen Modellen aus der Eclipse-Serie stellten die (Noch-)Schotten einen prachtvollen Großlautsprecher aus der markanten Prestige-(Gold-Reference-)Serie namens GRF-90 in den Raum, der diesen auf Anhieb vollmundig, federnd und spielfreudig mit Musik zu füllen wusste. Angesteuert vom Rega-Topmodell und der neuen Unison-Hybrid-Elektronik, kam zudem der neue Prestige-GR-Supertweeter zum Einsatz, der nicht nur auf der GRF-90 für – in jeder Hinsicht – brillante Akzente sorgt. Ein Schmuckstück, in seiner klassischen Tannoy-Ausführung wirklich perfekt passend.

 

NuPrime

Eine ganz andere, hochmoderne Design-Richtung verfolgt NuPrime, das aus dem vor ein paar Jahren zu einiger Berühmtheit gelangten Unternehmen NuForce hervorgegangen ist. Michael Hülsewiesche von TAD stellte diverse Neuheiten des High-Tech-Firma vor. Von besonders großem Interesse war die neue „Serie 9“, also der D/A-Wandler DAC-9 mit digitaler Vorstufe, der Kopfhörerverstärker HPA-9 mit analoger Vorstufe und die perfekt passende Endstufe STA-9. Jede „Neuner“ kostet übrigens unter 900 Euro pro Stück und verspricht erstklassige Performance bei kleinen Abmessungen.

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NuPrime: Kopfhörerverstärker HPA-9 mit analoger Vorstufe und die perfekt passende Endstufe STA-9

 

Paula

Kurzum: Die Reise in den Chiemgau hat sich gelohnt. TAD wird sich auch weiterhin um den guten Klang, um den Fachhandel und seine Kunden kümmern – und FIDELITY nimmt erfreut zur Kenntnis, dass auch die Analogtechnik bestens gepflegt wird. Mit Excalibur gibt es schließlich einen vielversprechenden Neuankömmling zu feiern. Nicht zuletzt Paula Knorn sei Dank.

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Paula Knorn und Volker Specht von TAD

 

 

www.tad-audiovertrieb.de

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