Jimmy Studio Design R50 Bluetooth Lautsprecher – Die Goldenen Fünfziger

Wer nicht hören will, darf freisprechen

Der Bluetooth-Lautsprecher R50 der südkoreanischen Firma Jimmy Studio Design macht schon beim ersten Anblick deutlich: Hier steht das Äußere im Vordergrund. Optisch erinnert er stark an ein berühmtes Mikrofon aus Elvis’ Zeiten, das Shure 55. Der R50 wirkt wie ein gelungenes Retroprodukt und in der goldenen Ausführung, die wir hier unter die Lupe nehmen, sogar richtig mondän.
Der Lautsprecher kommt in einer schönen, stabilen Verpackung, die neben dem „Mikrofon“ einen Ständer, einen kleinen Standfuß sowie ein Ladekabel beherbergt. Der farblich passende Ständer zum Anschrauben, der dem Ganzen durch sein angenehm hohes Gewicht viel Stabilität verleiht, ermöglicht dank Kugelgelenk eine freie Ausrichtung der Box und trägt viel zur gelungenen Mikrofonoptik bei. Der alternative Standfuß verringert zwar die Gesamthöhe des Lautsprechers im Vergleich zum Ständer, glänzt allerdings nicht golden, sondern in Chrom. Der Lautsprecher selbst ist übrigens recht leicht. Dennoch wirkt der R50 nicht filigran und lässt sich im Alltagseinsatz angenehm nutzen.Jimmy Studio Design R50
Die Bedienung des Lautsprechers erfolgt über vier Knöpfe auf der Rückseite, die mehrere Funktionen erfüllen: Die Einschalttaste fungiert durch einen kurzen Druck auch als Pausentaste, mit den Tasten zur Lautstärkeregelung kann der aktuell laufende Track von vorne gestartet oder übersprungen werden. Mit dem vierten Knopf können Telefonanrufe angenommen und dank eingebautem Mikrofon wie mit einer Freisprecheinrichtung geführt werden.
Die Einrichtung des R50 vor der erstmaligen Wiedergabe funktioniert problemlos, seine Bedienung gelingt jedoch nicht unbedingt intuitiv. So ist die Lautstärke für den ungeübten Nutzer kaum in feinen Schritten einzustellen, da ein kurzer Druck auf die Laut- bzw. Leisetaste das Lied auch oft unerwünscht überspringt bzw. von vorne startet. Um tatsächlich die Lautstärke am Lautsprecher selbst zu ändern, muss die Taste gedrückt halten werden, wobei die Lautstärke nach gut zwei Sekunden dann steigt bzw. fällt. Eine „umgekehrte“ Belegung der Tasten könnte vorteilhaft sein, weil dann die primäre Funktion, die Lautstärkeregelung, leichter zugänglich wäre. Bis dahin regeln wir den Pegel lieber am Zuspielgerät.
Jimmy Studio Design R50Ok, die Optik des R50 ist absolut überzeugend. Doch der Hauptverwendungszweck eines Lautsprechers könnte immer noch die Musikwiedergabe sein. Nach erfolgreicher Verbindung mit der Musikquelle – über ein beigelegtes Klinkenkabel oder bequem über Bluetooth – geht’s dann auch schon los. Der Klang des Lautsprechers ist jedoch etwas ernüchternd, er definiert sich bei diesem „sprechenden Mikrofon“ durch präsente Mitteltonlagen. Allerfeinste Höhen, vor allem aber tiefe Bässe sind mit einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher prinzipiell schwer zu erzeugen, dürften dennoch stärker ausgeprägt sein, hier kommt der R50 an allseits bekannte Mitbewerber nicht heran. Hörbar „bässer“ wird’s, wenn der Lautsprecher in unmittelbarer Wandnähe Platz nehmen oder gar eine Raumecke akustisch zu seinem Vorteil nutzen darf.
Jimmy Studio Design R50So sagen wir dem Bluetooth-Lautsprecher Jimmy Studio Design R50 eine Karriere als prachtvolles Deko-Objekt voraus. Im Einsatz als Lautsprecher empfiehlt er sich wohl am ehesten zur stilvollen Hintergrundbeschallung in einer Retro-Bar, oder auch als Telefon-Freisprechanlage deluxe; für richtig große akustische Aufgaben ist er schlicht zu klein. Übrigens finden wir alle angebotenen Farbvarianten – Gold, Chrom, Schwarz – ausgesprochen schick.

 

 

Jimmy Studio Design R50
Bluetooth-Lautsprecher
Preis: ab ca. 250 €

www.der-bluetooth.de

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