Im Messlabor ist ein Bi-Wiring-Terminal meist gern gesehen, da es auf einfache Weise separate Messungen der Wege zulässt.

Nun stellt sich aber die Frage, was hat der Anwender davon bzw. macht es Sinn, das Bi-Wiring zu nutzen und getrennte Kabel bis zu den Endstufenklemmen zu legen? Die Antwort ist ganz klar ja, da nur die Endstufe mit ihrem sehr kleinen Innenwiderstand in der Lage ist, vagabundierenden Strömen aus einem Weichenzweig den Weg in die anderen Zweige zu versperren. Entscheidend dafür ist der möglichst direkte Zugriff der Endstufe auf den Übergabepunkt zwischen den Eingängen der passiven Filterzweige. Befindet sich ein einfaches Kabel mit einem Innenwiderstand zwischen Endstufe und Weiche, dann wird die Kontrolle durch die Endstufe – anschaulich gesprochen – „aufgeweicht“. Verhindern lässt sich das trotz des Leitungswiderstandes im Kabel, indem man jeden Weg einzeln bis zur Endstufe verkabelt und damit den Übergabepunkt von der Weiche weg direkt an die Ausgangsklemmen der Endstufe verlagert, wo die Endstufe dann wieder die volle Kontrolle hat. Das funktioniert umso besser, je geringer der Innenwiderstand der Endstufe respektive je größer der Dämpfungsfaktor ist. Möchte man sich vom Innenwiderstand der Endstufe unter diesem Aspekt unabhängig machen, dann hilft ein weitergehender Schritt zum Bi-Amping. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob man in Anbetracht des Aufwands nicht direkt auf einen vollaktiven Betrieb umsteigt oder eben eine solide konstruierte Endstufe mit entsprechend hohem Dämpfungsfaktor verwendet.

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