Der etwas andere Gastro-Tipp zur High End München: Zur Gruam

Wer hier eintritt, sollte sich nicht mehr allzu viel Hoffnung machen.

Früher war die Gruam im kleinen „Todesstreifen“ zwischen Großmarkt und Schlachthof ein finsteres Loch, in dem Metzger das erste Bier des Tages und Zuhälter das letzte der Nacht bekamen. Diese verruchte Historie ist auch noch spürbar, nachdem sie vor einigen Jahren dem ordnungsgemäßen Münchner Nachtleben einverleibt wurde. Das Publikum ist jünger und hipper, dennoch ist die Gruam immer noch kein Ort für Whooo-Girls (Trauben von kreischenden Mädchen) und die Münchner Bussi-Gesellschaft. Sie ist immer noch eine dunkle Katakombe, eng, voll, heiß und stickig, brüllender Elektro-Lärm, Zeichensprache mit dem Barkeeper – 15 qm Apokalypse. Wenn der Film gerissen ist, man mit zerrissenem Hemd und schmutzig in einer fremden Wohnung oder einem Bushäuschen aufwacht und die Zunge einen pelzigen Geschmack hat, war man wahrscheinlich in der Gruam – auch wenn man sich nicht erinnern kann. Niemand, der da war, kann das. Wie gesagt, hinter der schweren Gruam-Tür liegt die Hoffnung begraben.

 

Zur Gruam
Thalkirchner Straße 114
Mi + Do 20:00 – 05:00
Fr + Sa 21:00 – 05:00

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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