Good, better, best! Conrad Mas hat klare Vorstellungen, wie er das Portfolio von AVID aufbaut und präsentiert.

In der „3. Dimension“ in München hatte der AVID-Chef drei Plattenspieler aufgebaut, um Klangunterschiede von Laufwerken zu demonstrieren: Diva II SP, Sequel SP, Acutus SP. Das Plattenspieler-Trio war ausgestattet mit identischen Tonarmen (von SME), identischen Tonabnehmern (von Nagaoka) und wechselweise angeschlossen an dieselbe Phonostufe (von AVID). Für die Beschallung im großen, schicken Hörstudio sorgten ein Westend Audio Monaco und große Gauder-Schallwandler.
Die Demonstration verlief äußerst entspannt – der AVID-Chef selbst wechselte Schallplatten und Anschlusskabel – und war für mich wie eine kleine Zeitreise. Schon vor rund dreißig Jahren habe ich selbst das gleiche Prozedere mit den damaligen Laufwerken von Linn durchgezogen. Und vor drei Jahrzehnten war die Erkenntnis die gleiche wie heute: Ein besseres Laufwerk bietet definitiv die bessere Klangqualität – egal mit welcher Musik, egal wie gut die nachgeschaltete Elektronik, egal wie gut die Schallplatte ist. Die Unterschiede in puncto Autorität, Durchhörbarkeit, Basspotenz und Raumdefinition fallen mitunter beträchtlich aus. Wie immer darf man dabei allerdings nicht vergessen, dass das größte Laufwerk (mit besserem Netzteil) gleich mehrfach teurer ist als der kleinste Kandidat.
Die klanglichen Unterschiede zwischen den drei Laufwerken waren absolut eindeutig. Grundsätzlich aber spielte schon der kleine AVID Diva II SP erstaunlich stimmig und komplett, selbst an der nachgeschalteten Super-Elektronik muss er sich keinesfalls verstecken. Bevor man darauf aber einen teuren Tonarm und ein wirklich teures System montiert, sollte man definitiv den Schritt zu einem größeren Modell überlegen. Und wenn das Geld locker sitzt, ist auch eine Investition in ein Topmodell kein Fehler. Denn nirgendwo sonst ist der klangliche Fortschritt so klar heraushörbar wie beim analogen Laufwerk, höchstens die Wahl des Lautsprechers ist ähnlich entscheidend für die Gesamtperformance.


Mit einer speziellen Messtechnik-App demonstrierte Conrad Mas zudem die Auswirkung einer – klanglich ebenfalls entscheidenden – Entkopplung der Laufwerke von der Stellfläche. So wurde auch auf Anhieb sichtbar, warum das aufwendig entkoppelte Acutus-Laufwerk sehr viel klarere und tiefere Bässe bot als die beiden kleineren Modelle.
Festzuhalten bleibt, dass Conrad Mas mit der Aktion „Good – Better – Best“ höchst unterhaltsam analoge Spitzentechnik demonstrierte – und Lust auf (noch) mehr Analog machte. Aus dem vielseitigen Musikprogramm des AVID-Chefs habe ich gleich drei Scheiben notiert, die sich demnächst bei mir zu Hause drehen werden. Ein gutes Zeichen? Aber sicher!

 

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