Amanda Fish Band
Down In The Dirt
Label: Fishfood Records/Vizztone
Format: CD

Für solche Bands hat der Professor seine Rhythm and Funk Revue aus frischem Mississippi-Matsch, altvorderen Blues-Riff s und durchs Nirwana fliegenden Funk-Fragmenten namenloser Rhythmusgitarristen zusammengehauen. Die hier mit Aufmerksamkeit bedachte Amanda Fish Band stammt zwar aus Kansas City und ist außerhalb der Kneipenszene von Missouri wohl nur hoffnungslosen Freaks wie Eurem liebsten Groove- Spinner, the one-and-only P., bekannt. Doch das Gitarre- Gitarre-Bass-Schlagwerk-Quartett (verstärkt durch Geige, Orgel und Mundharmonika) rund um Amanda Fish spielt den Blues so saftig und cholesterinreich, wie es ein Po’Boy-Sandwich mit scharfen Fleischbällchen und Bratensauce am Ufer des Mississippi ist. Hören wir gemeinsam hinein in Down In The Dirt. Song drei zum Beispiel, „Wait“: Pumpender Bass, jaulende Gitarren und der Soul von Frau Fishs röhrendem Organ. Song acht, „Hard Walkin’ Blues“: eine trockene Technoblues-Gitarre treibt die wuchtige Ballade voran, wie es einst das unnachahmliche Instrument des Brachialblues-Großvaters R.L. Burnside tat. Stück elf, „Watch It All Burn“: Bluesrock gut durchgereift , geradeaus, funky. Und schließlich der gut sieben Minuten währende Titelsong am Ende: Schlagzeug und Rhythmus-Gitarre schleichen sich durchs Dunkel, Amanda Fish weint, irgendwas von einem „dirty ol’ man“, eine Gitarre sägt und grummelt wie beim besoffenen Dan Auerbach, man fühlt sich in ein Cream-Konzert Ende der Sechziger verfrachtet, Schmerz, Geschrei, großes Kino, Finale Grande. Mitarbeiterin des Monats: Amanda Fish. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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