Der Klang seines Lebens – Professor Dr. Jörg Sennheiser erhält den Deutschen Gründerpreis 2015 in der Kategorie Lebenswerk

Prof. Dr. Jörg Sennheiser wurde gestern für seine langjährigen Verdienste an der Führungsspitze der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG sowie sein Engagement für Gründer mit dem renommierten Deutschen Gründerpreis 2015 in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet. Seit 2002 verleiht die Initiative des Magazins Stern, der Sparkassen, des ZDF und der Firma Porsche den Ehrenpreis an Persönlichkeiten mit vorbildhaften Leistungen beim Aufbau und der Entwicklung innovativer, tragfähiger Geschäftsideen und Unternehmen. Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Berliner Hauptstadtstudio des ZDF statt.
Die Jury des Deutschen Gründerpreises würdigte insbesondere den erfolgreichen Ausbau des zunächst mehr nationalen Audiospezialisten zu einem wirklich global erfolgreichen Unternehmen, das in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. Darüber hinaus überzeugte die Experten Sennheisers umsichtige Nachfolgeplanung sowie seine langjährige Unterstützung für Gründer. Die Auszeichnung für sein Lebenswerk sei für ihn „eine echte Überraschung“ gewesen, so Jörg Sennheiser. „Es ist für mich eine große Ehre, dass das Streben nach dem perfekten Klang, das mich mein Leben lang begleitet hat, im Deutschen Gründerpreis Anerkennung findet.“
Mit dem Mut, neue Wege zu gehen
Nach seiner Promotion an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich plante Jörg Sennheiser seinen beruflichen Weg ursprünglich bei Siemens. Im Jahr 1976 entschied sich der damals 32-Jährige aber für den Einstieg als erster Technischer Leiter in das von seinem Vater Prof. Dr. Fritz Sennheiser gegründete Familienunternehmen – für den gelernten Ingenieur auch eine Frage der Selbstverwirklichung: „Bei Siemens waren die Karriereschritte sehr fest vorgegeben, hier hatte ich mehr Möglichkeiten“, erinnert er sich. 1982 übernahm er schließlich die Gesamtverantwortung der Sennheiser electronic GmbH und Co. KG von seinem Vater.
Während seiner Tätigkeit an der Spitze von Sennheiser modernisierte Jörg Sennheiser die Strukturen des Unternehmens und führte unter anderem Stellenbeschreibungen sowie eine strategische Planung für das Gesamtunternehmen ein. Außerdem professionalisierte er das Finanzwesen, um Sennheiser für den Eintritt in den globalen Markt vorzubereiten. Eine seiner folgenreichsten und gleichzeitig erfolgreichsten Entscheidungen war der sorgsam geplante Aufbau eigener Vertriebsgesellschaften, angefangen mit der Eröffnung von Sennheiser France – der ersten von heute insgesamt 18 Vertriebstöchtern weltweit. „Dadurch sind wir näher am Kunden und weniger krisenanfällig“, erklärt er.
Wie schon sein Vater trieb auch Jörg Sennheiser die technische Entwicklung bei Mikrofonen und Kopfhörern weiter voran, ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie des Strebens nach dem perfekten Klang, wie der Unternehmer ergänzt: „Man darf nicht nur zurückschauen, sondern muss rechtzeitig die nächste Revolution einleiten.“ Regelmäßig verbrachte er Zeit mit Musikern, um die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden noch besser zu verstehen. So entstanden unter seiner Führung zahlreiche preisgekrönte Neuentwicklungen, deren Klangqualität die Fachwelt bis heute zum Staunen bringt.
Die Zukunft im Blick
Auch das Thema Nachfolge ging Jörg Sennheiser gewohnt systematisch an: 1996 zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück und wurde mit 51 Jahren zum „sehr aktiven“ Aufsichtsratsvorsitzenden. Seine beiden Söhne Daniel und Andreas drängte er nie zum Eintritt in das Unternehmen: Daniel machte zunächst im Marketing, der jüngere Sohn Andreas als Elektroingenieur Karriere. Am Ende entschieden sich aber beide dazu, die Familientradition fortzuführen – heute führen Daniel und Dr. Andreas Sennheiser die Sennheiser electronic GmbH und Co. KG mit ihren weltweit rund 2.700 Mitarbeitern erfolgreich in der dritten Generation.
Bis Dezember 2014 war der heute 70-jährige Jörg Sennheiser Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, das er fast 40 Jahre lang entscheidend mitprägte. Auch heute ist er noch aktives Aufsichtsratsmitglied, hält weiterhin Vorträge, repräsentiert das Familienunternehmen bei wichtigen Terminen und berät junge Akustik-Spezialisten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich seit vielen Jahren bei der Existenzgründung. Darüber hinaus fördert er Projekte rund um das Thema Klang, wie zum Beispiel das Pop-Institut der Musikhochschule Hannover, das Liverpool Institute for Performing Arts oder die Modernisierung des Kuppelsaals in Hannover als größten Konzertsaal Deutschlands.
Weitere aktuelle Informationen über Sennheiser finden Sie unter
www.sennheiser.com

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